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Kurzer Blick aufs Handy – langer Auto-Blindflug

Pocking. "Wenngleich jeder Verkehrsteilnehmer damit verbundene Gefahren und auch Strafen kennt: Das Handy verlockt Autofahrer nicht nur während Ampel-stopps, sondern auch zwischendurch auf freier Strecke schnell noch einmal darauf zu schauen – und nicht selten kracht’s deswegen", benannte stellvertretende Landrätin Gerlinde eine große Gefahrenquelle im Straßenverkehr. Bei der Stützpunkt-Versammlung der Deutschen Verkehrswacht (DVW) von Stadt und Landkreis Passau maß sie dem gemeinnützigen DVW-Verein angesichts eines rasanten Verkehrswachstums wichtige Sicherheitsaufgaben bei. Mit gezielten Informationen hinsichtlich Veränderungen und Neuerungen im Verkehrswesen, aber auch Trainingskursen mache die Deutsche Verkehrswacht Bayern viele "fit fürs Auto".

Viel Unwissenheit beim Thema Rettungsgasse"Tablets, Smartphones, Handys: Nach Verkehrswacht-Untersuchungen schätzen Autofahrer einen kurzen Blick aufs Display während der Fahrt auf maximal zwei bis drei Sekunden – tatsächlich gemessen wurden jedoch dreifache Zeitwerte", ließ DVW-Referent Andreas Stockinger (Vilshofen) bezüglich "Mobiltelefonen im Straßenverkehr" konkrete Zahlen sprechen. Selbst bei moderatem Tempo 60 betrage damit die "Blindflug-Strecke ohne direkte Fahrzeugkontrolle zumindest Sportplatzlänge", zog der Referent einen anschaulichen Vergleich.

"Rettungsgasse ist ganz einfach Klasse – zumindest für die breite Masse: Leider funktioniert jedoch die freie Durchfahrt der Rettungsfahrzeuge vor allem wegen mangelndem Wissen einzelner Verkehrsteilnehmer bei weitem nicht immer", beschrieb der DVW-Referent ein teilweise sogar eklatantes Missverhältnis zwischen Theorie und Praxis. Nach dem Merksatz "eins links – zwei rechts ran" müsse bereits bei stockendem Verkehr eine Rettungsgasse gebildet und der Pannenstreifen grundsätzlich frei gehalten werden. Während diesbezüglich Zuwiderhandelnde bundesweit lediglich mit 20 Euro Bußgeld zur Kasse gebeten würden, koste das gleiche Strafmandat in Österreich bereits happige 726 Euro. Stichhaltig begründet aus der "Straßenverkehrsordnungspflicht zur ständigen Vorsicht und gegenseitiger Rücksichtnahme" würden Mobiltelefonate des Autofahrers während der Fahrt mit 60 Euro plus einem Punkt im Verkehrsregister sanktioniert – im Ausland generell um ein vielfaches höher.

"Intensivierter Straßenverkehr einerseits – deutlich verbesserter Unfallschutz durch Sicherheitsgurte samt Airbags andernteils: Wenngleich immer noch viel zu hoch, darf der starke Rückgang Verkehrstoter von früher jährlich rund 13000 auf gegenwärtig etwa 3000 Opfer zum großen Teil auch intensiven Verkehrswacht-Bemühungen gutgeschrieben werden", würdigte Bürgermeister Franz Krah ein "konstruktives Sicherheitsengagement ehrenamtlicher Kräfte pro sicherer Fahrt auf Deutschlands Straßen".
Unfallfreie Fahrer ausgezeichnet"Nullkosten für Führerschein-Neulinge: Ein Sicherheitstraining vermittelt Fahranfängern das Gefühl für richtiges Fahrverhalten", verwies DVW-Stützpunktleiter Josef Gerauer (Pocking) auf ein "zielorientiertes Gratis-Angebot". Darüber hinaus würden Fahranfänger bereits in der "Jugend-Verkehrsschule mit verschiedenen Aktionen auf künftige Anforderungen" vorbereitet. Langjährig unfallfreien Privat- wie Berufskraftfahrern bescheinigte der Stützpunktleiter "neben einem reichen Maß an Können und Erfahrung auch das nötige Quäntchen Glück vor einem Unglück". Die vielfach unterschätzte Mobilfunk-Nutzung während der Fahrt betrachtete Gerauer aufgrund des erheblichen Ablenkungsfaktors als "sehr gefährliches Unterfangen sowohl für den Autofahrer als auch dessen Mitfahrern und viele weitere Verkehrs-Teilnehmer".
Der DVW-Geschäftsführer Ottmar Bauer (Pocking) kündigte bereits für diese Saison Grundkurs-Lehrgänge für Wohnwagen- und Motorradfahrer an. "Treue-Urkunden" für langjährige Mitgliedschaft überreichte der Geschäftsführer an die Lehrkräfte a.D. Hans Bachl (Rotthof), Rupert Bernkopf (Winkl/beide Markt Ruhstorf), Josef Ziegler (Poigham/all 20 Jahre) sowie Johann Resch (31 Jahre).

Zu unfallfreien Autofahrern über lange Zeiträume hinweg deklarierte Ottmar Bauer die Verkehrsteilnehmer Otto Buchner (30 Jahre), Heinz Hösselbarth (beide Bad Füssing), Annegret-Evelyn und Jann Cornelius (Egglfing), Herta Maria und Heinz Helmut Wichmann (Würding), Sieglinde Groß (Kirchham), Rudolf Köhler (Rotthalmünster), Christian Ueberham (Tittling/alle 50 Jahre) sowie Hermann Schmidt (Bad Füssing/60 Jahre). Verdienten Beifall erntete nicht minder der Ruhstorfer Marktbedienstete Josef Heidenberger (Kleeberg) als unfallfrei bewährter Berufskraftfahrer (40 Jahre). − nö

pocking 2017

Stützpunkt-Versammlung der Deutschen Verkehrswacht Stadt und Landkreis Passau (Region Pocking): Stützpunktleiter Josef Gerauer (v.r.), Geschäftsführer Ottmar Bauer, Bürgermeister Franz Schönmoser, DVW-Referent Andreas Stockinger, die Bürgermeister Jürgen Fundke und Franz Krah sowie stv. Landrätin Gerlinde Kaupa (5.v.l.) mit langjährigen DVW-Mitgliedern sowie unfallfrei bewährten Privat- und Berufskraftfahrern. − F.: Nöbauer

 

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1. Vorstand: Hans-Georg Korter, Richter a.D.
Schrift- und Geschäftsführer: Ottmar Bauer

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die Verkehrswacht Stadt- und Landkreis Passau ist ein gemeinnütziger Verein, dessen Ziel es ist, in freiwilliger Mitarbeit aller Mitglieder und in eigener Initiative die Verkehrssicherheit zu fördern und Verkehrserziehung und  Verkehrsaufklärung zu betreiben.

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