Aktuelles

Bei der Aktion "Fit im Auto für ältere Verkehrsteilnehmer" der Verkehrswacht konnten Senioren ihr Wissen auffrischen

170905 0315 29 60411622 fit 2

Erst gab es eine theoretische Auffrischung, dann die Praxis – eine Prüfung mussten die Senioren bei der Aktion "Fit im Auto" der Verkehrswacht aber nicht ablegen. − Foto: Pletter

"Alles, was im Auto so herumliegt, kann zum Geschoss werden", in unvorhersehbaren Situationen, bei plötzlichen Bremsmanövern zum Beispiel. Thomas Fuchs, Chefmoderator der Verkehrswacht Passau und Institutsleiter der Fahrlehrerausbildung, referierte am Wochenende bei der Aktion "Fit im Auto für ältere Verkehrsteilnehmer", einmal nicht vor "Fachpersonal", sondern vor ganz normalen Autofahrern. Auch der Geschäftsführer der Verkehrswacht, Ottmar Bauer, war anwesend.
Wegen der immensen Nachfrage soll die Aktion im Oktober wiederholt werden. Dabei brauche keiner zu befürchten, dass er oder sie hier "Fahrstunden" erteilt bekommt, etwa geprüft oder bei "mangelhaften Leistungen" womöglich "gemeldet" würde, beruhigen die freundlichen Fahrlehrer die Senioren im Unterrichtsraum. Denn die Intention des Ganzen ist, dass – so artikuliert es der ein oder andere Teilnehmer selbst – "für mich zu wissen, wo ich stehe".

Ein Unsicherheitsfaktor, der von den Teilnehmern häufig genannt wurde, ist die Technik in den neuen Autos. Es müsse einem erst gesagt werden, wo die Lüftung sei, wie man den Sitz höher oder einfach nur richtig einstelle, das Lenkrad versetzt; das alles demonstrierte draußen in der Garage, z. B. Jörg Witkowski, ebenfalls Fahrlehrer, den aufmerksamen Senioren. Man solle einfach ausprobieren, ermunterte Fuchs.

Nach der Theorie gab es das Praxistraining in zwei Gruppen. Die eine fuhr jeweils Slalom zwischen Pylonen, übte die Vollbremsung, parkte ein, unter den so strengen wie wohlwollenden Blicken der anderen, dann umgekehrt. Man übte präzises Fahren über die Länge eines Brettes. Die "Gefahrbremsung" war danach dran auf resoluten Wink des Fahrlehrers Manfred Freier.
Die älteren Menschen wollen sich sicher und informiert fühlen im Straßenverkehr, wollen das Leben ihrer Mitmenschen und das eigene nicht gefährden. Und eben das ist im Interesse auch der Verkehrswacht. Nicht zuletzt deshalb geht es bei diesem Kurs auch darum, Verkehrsregeln aufzufrischen und zu erfahren, was sich geändert hat. Die Teilnehmer erfuhren, dass sie blinken müssen, auch bei abknickender Vorfahrtstraße, dass man nicht bei der Einfahrt in den Kreisverkehr blinkt, sondern beim Ausfahren, und dass es einen Unterschied gibt zwischen dem grünen Abbiegepfeil nach links als Schild und als Ampelbeleuchtung. Weitere Fragen waren: Braucht man eine extra Erlaubnis für den 7,5- oder für den 12-Tonner, etwa wenn man einen Umzugwagen fährt? Gibt es Unterschiede bei den Führerscheinen, je nachdem wann sie ausgestellt wurden?
Fast 87 sei sie, sagte eine der Teilnehmerinnen. Nach 59 Jahren, in die sie unfallfrei gefahren sei, habe sie nun ihren ersten Zusammenstoß erlebt. Zwar habe sie den Unfall nicht verschuldet, trotzdem habe die Polizei dazu geraten, den Führerschein abzugeben. Aber sie gebe den nur ab, wann sie selbst das einsehe, sagt sie fest. Und sie sehe das nicht ein. Stattdessen hat sie von sich aus an der Aktion teilgenommen.

Helmut Runge, Jahrgang 1931 aus Hofkirchen, ist Seniorenbeauftragter an seinem Heimatort und geht mit gutem Beispiel voran. Er hatte im Vorfeld für die Aktion geworben, allerdings mit wenig Erfolg. Er selbst sei aber froh, so Helmut Runge, die Veranstaltung besucht zu haben. Er fühle sich jetzt zum Beispiel nicht mehr so unsicher beim Einstellen der Seitenspiegel.
Es sei wichtig, ergänzt dazu auch Thomas Fuchs, dass die Senioren für diese Aktion der Verkehrswacht "offen sind und überhaupt herkommen".

Marita Pletter

Unsere Fahrtrainings

Könner durch Er-fahrung

Buchen Sie Fahrtrainings für

Pkw: Fahranfänger

Motorrad

Senioren: Fit im Auto

Unsere aktuelle Plakataktion

Aktuelle Plakataktion der Landesverkehrswacht

Logo KUVB  Logo Bayern mobil lvw-bayern    stmi    dvw-deutsche-verkehrswacht-logo

Verkehrswacht Stadt- und Landkreis Passau e.V.
Dr.-Hans-Kapfinger-Straße 20, II. Stock
Telefon: 0851 - 73513, Telefax: 0851 - 7561596

1. Vorstand: Hans-Georg Korter, Richter a.D.
Schrift- und Geschäftsführer: Ottmar Bauer

Fragen Sie uns

Lieber Verkehrsteilnehmer,

die Verkehrswacht Stadt- und Landkreis Passau ist ein gemeinnütziger Verein, dessen Ziel es ist, in freiwilliger Mitarbeit aller Mitglieder und in eigener Initiative die Verkehrssicherheit zu fördern und Verkehrserziehung und  Verkehrsaufklärung zu betreiben.

Für weitere Informationen zu unseren Aktionen und Projekten steht Ihnen die Verkehrswacht Stadt und Land Passau jederzeit gerne zur Verfügung.