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Vortrag über Assistenzsysteme in Fahrzeugen: Der Mensch bleibt in der Verantwortung

Tittling. Bei der Stützpunktversammlung der Verkehrswacht drehte sich neben den Ehrungen alles um Assistenzsysteme im Kraftfahrzeug. Fahrlehrerausbilder Thomas Fuchs erläuterte Bekanntes, aber auch völlig Neues, auf das sich der Autofahrer der Zukunft einstellen müsse. In der Versammlung wurde Herbert Stadler, ein hochverdientes Urgestein der Verkehrswacht, für 50 Jahre Mitgliedschaft besonders geehrt.

Otmar Bauer, Geschäftsführer der Verkehrswacht in Stadt und Landkreis Passau, begrüßte im Gasthof zur Post Vize-Landrat Klaus Jeggle, die Bürgermeister Helmut Willmerdinger aus Tittling und Josef Schuh aus Witzmannsberg, Tittlings Polizeichef Ulrich Rottbauer und Stützpunktleiter Bernd Kloiber. Bauer beklagte, dass bei Ausschreibungen für Beschulungen und Trainings sich die Resonanz immer wieder in Grenzen halte.

Toter Winkel bei Lkw: Radfahrer müssen aufpassenIm Hauptreferat des Abends befasste sich Thomas Fuchs, Ausbilder für Fahrlehrer, vor allem mit Assistenzsystemen im Kraftfahrzeug. Mancher habe sie schon im Auto, wisse aber noch gar nichts oder nur wenig über sie, andere würden angeboten, mangels Wissen darüber aber gar nicht in Betracht gezogen. Vom Insassenschutzsystem über die Fußgängererkennung, die Notbremsfunktion, den Spurhalteassistenten, der aber nur funktioniere, wenn Linien auf die Straße markiert seien, bis hin zur Rückfahrkamera spannte Thomas Fuchs den Bogen. Die Automatische Distanzregelung ACC habe schon mancher. Der Referent machte deutlich, dass auch hier, wie bei allen Systemen, die letzte Verantwortung beim Fahrer liege. Die Hersteller würden sich dieser Verantwortung noch nicht stellen. Aus den Erläuterungen zeigte sich, dass es noch viele Situationen im Verkehrsablauf gibt, bei denen der Hersteller empfiehlt, das ACC auszuschalten. Interessant war der Notfallassistent, der beim Ausfall des Fahrers das Fahrzeug in der Spur hält und automatisch zum Stillstand bringt.

Fuchs befasste sich auch mit dem toten Winkel bei nach rechts abbiegenden Lkw. Hier sei einzufordern, dass auch der Radfahrer die nötige Sorgfalt aufbringe und auf das Abbiegezeichen des Lkw reagiere. Der Lkw-Fahrer müsse nämlich auf sehr viel Optisches und Akustisches in seiner Fahrerkabine achten, wobei er schnell überfordert sein könnte. Der Park-Lenkassistent, die Verkehrszeichenerkennung, die automatische Fernlichtregulierung und der Anhängerrangierassistent waren weitere Themen. Bei all diesen digitalen Möglichkeiten bestehe aber auch die Gefahr, dass sie gehackt werden. Trotzdem riet der Experte, wenn man die Mittel dazu habe, manche Systeme zu beschaffen. Zum Verkehrsrechtlichen behandelte der Referent die Rettungsgasse, die immer noch vor allem bei drei Spuren falsch interpretiert werde, das Reißverschlussverfahren und den Grünpfeil zum Rechtsabbiegen, selbst wenn die Ampel rot zeige.

Vize-Landrat Klaus Jeggle meinte dazu, manche Technik sei zwar dem menschlichen Auge überlegen, dem Computer fehle allerdings die Möglichkeit, die Verbindung herzustellen, das könne halt nur der Mensch. Die Digitalisierung habe in der Autoindustrie viel Neues gebracht mit einem immer höheren Tempo. Dabei finde eine unendlich große Speicherung von Daten statt, bei der man sich fragen müsse, ob wir das wollen. Jeggle lobte die Verkehrswacht für ihren so wichtigen Beitrag für die Verkehrssicherheit und dankte den Verantwortlichen.

Tittlings Polizeichef ist nun auch bei der VerkehrswachtNoch etwas gespalten bei dieser neuen Technik zeigte sich Polizeichef Ulrich Rottbauer. Viele würden gar nicht richtig damit umgehen können, außerdem sei die Gefahr des Ausfalls mit nicht absehbaren Folgen gegeben. Der Verkehrswacht stellte der Polizeichef ein sehr gutes Zeugnis aus. Bürgermeister Helmut Willmerdinger dankte auch Stützpunktleiter Bernd Kloiber für die Arbeit das ganze Jahr über. Bei Polizeichef Rottbauer bedankte er sich ganz besonders, weil dieser im Verlauf der Versammlung den Beitritt zur Verkehrswacht erklärt hatte.

Zum Schluss nahm Otmar Bauer die Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft vor. Geehrt wurden für 30 Jahre Heinrich Hödl und Herbert Zauhar, für 40 Jahre Heinz Lehmann und für 50 Jahre Herbert Stadler.

Josef Heisl

seit 50 jahren

Zu 50 Jahren Mitgliedschaft bei der Verkehrswacht erhielt Ehrenbürger Herbert Stadler (4.v.l.) Glückwünsche von (v.l.) Referent Thomas Fuchs, Geschäftsführer Otmar Bauer, Vize-Landrat Klaus Jeggle, Stützpunktleiter Bernd Kloiber, Bürgermeister Josef Schuh, Rainer Franck, Bürgermeister Helmut Willmerdinger und Tittlings Polizeichef Ulrich Rottbauer. −Foto: Heisl

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1. Vorstand: Hans-Georg Korter, Richter a.D.
Schrift- und Geschäftsführer: Ottmar Bauer

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